Schmerzpraxis Hannover

Nervenschmerzen

Krankheitsbilder

Nervenschmerzen

 

Wird ein Nerv geschädigt oder durch eine Reizung überempfindlich, kann ein neuropathischer Schmerz entstehen. Dann genügen bereits leichte Reize – etwa eine Berührung – um einen langanhaltenden Schmerz auszulösen. Charakteristisch für diese Schmerzen ist ein Brennen und Stechen, häufig kommt es zu einer Überempfindlichkeit des Hautareals oder zu einem „Kribbeln“ oder Taubheitsgefühl.

Grund für eine Nervenverletzung oder -reizung und damit Auslöser für den neuropathischen Schmerz können unterschiedliche Krankheiten sein, wie z. B.: TrigeminusneuralgieGürtelrose, Bandscheibenvorfälle, Amputationen, CRPS, Virusinfektionen, Tumore, aber auch andere internistische Erkrankungen wie Zuckerkrankheit, Alkoholmissbrauch oder auch Chemotherapien.

Die Diagnose dieser Schmerzerkrankung ergibt sich aus einer genauen Befragung des Patienten. Aufschluss kann neben einer Schilderung der oben angeführten Symptome und den Angaben zu vorausgegangenen Verletzungen der Nerven auch ein neurologischer Nachweis einer Nervenverletzung geben.

Grundsätzlich sollte bei neuropathischen Schmerzen versucht werden die Nervenläsion zu lokalisieren und die Ursache dieser Läsion herauszufinden.

Ist die Ursache für die Nervenläsion bekannt, wird eine entsprechende Therapie eingeleitet und – im besten Fall – der Auslöser für die Schmerzerkrankung (siehe oben) erfolgreich behandelt. Gleichzeitig, aber auch in den Fällen, in denen die Ursache für den neuropathischen Schmerz nicht eindeutig bestimmt werden kann, muss eine individuell abgestimmte Schmerztherapie durchgeführt werden, die häufig aus einer Kombination von unterschiedlichen Medikamentengruppen besteht. Bei der Behandlung können Antidepressiva, Antikonvulsiva oder Opiate eingesetzt werden, gegebenenfalls führen auch topische Anwendungen mit einem lokalem Betäubungsmittel (Lidocain) und Capsaicin zur Schmerzlinderung. Physikalische Maßnahmen (TENS), Krankengymnastik, Ergotherapie oder verhaltenstherapeutische Maßnahmen wie das Muskelentspannungstraining nach Jacobson und ein Schmerzbewältigungstraining ergänzen die Behandlung.