Schmerzpraxis Hannover

Osteoporose

Krankheitsbilder

Osteoporose

 

Die Osteoporose ist eine unter der der älteren Bevölkerung weit verbreitete Erkrankung und befällt ab einem Alter von 50 Jahren nahezu jede 3. Frau und jeden 5. Mann. Mögen diese Zahlen auch von der Pharmaindustrie publiziert sein, die vom Verkauf der Medikamente lebt, die die Osteoporose eindämmen, so sollte hier möglichst frühzeitig diese Diagnose in Betracht gezogen  werden, um Spätschäden abzuwenden.

Das Merkmal der Osteoporose ist eine vermehrte Entkalkung des Knochens, die zu Knochenbrüchen sowohl der Extremitäten als auch der Wirbelkörper führt. Vorzugsweise werden Frauen nach der Menopause davon befallen. Dies ist den meisten Menschen bewusst. Dass aber auch Männer davon befallen werden können, ist vielen Menschen  nicht klar.

Die Behandlung der Osteoporose besteht in der Einnahme von Medikamenten, die den Knochenabbau aufhalten, darüber hinaus in der regelmäßigen Einnahme von Calcium und Vitamin D.

Auch die Ernährung ist darauf abzustellen: Milch und Milchprodukte sind sinnvoll, und der Verzehr von Fleisch und Wurstwaren sollte wegen des darin enthaltenen hohen Anteils von Phosphaten – die die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung behindern – auf 1-2 Tage reduziert werden. Statt eines Fleischtages pro woche sollte beispielsweise an einem Tag der Woche Seefisch auf dem Speiseplan treten, dazu eine ausreichende  Zufuhr von Vitamin C (in Obst und Gemüse) und Vitamin B6 (z. B. in Vollkornprodukten).

Außerdem sollten Spurenelemente (z. B. Zink, Mangan, Fluor und Kupfer) aus Haferflocken, Vollkornprodukten und Nüssen zur Ernährung gehören. Darüber hinaus sollen die Muskeln auftrainiert werden, die Patienten sollten sich also sinnvollerweise sportlich betätigen.

Im Vordergrund sollte allerdings die Prophylaxe stehen. Jeder Mensch sollte sich möglichst sein ganzes Leben sportlich betätigen, nicht rauchen (nur mäßig trinken) und gesund ernähren (s.o.), um eine Osteoporose mit den fatalen Folgen der Knochenbrüchigkeit gar nicht erst entstehen zu lassen.

Aber auch bei schon aufgetretener Osteoporose gibt es heute gute Möglichkeiten, die Krankheit einzudämmen und trotz der Schmerzen, die im Rahmen der Frakturen immer wieder behandelt werden müssen, ein aktives Leben zu führen.

Im Rahmen der Schmerztherapie kommen bei eingetretener Osteoporose die medikamentöse Therapie mit Schmerzmitteln, Medikamenten gegen Nervenschmerzen und knochenfestigende Therapien in Betracht.

Eine Kombination mit Krankengymnastik und physikalischer Therapie, sowie eine Funktionstraining in Osteoporosegruppen ist meist integraler Bestandteil des therapeutischen Programms.