Schmerzpraxis Hannover

Muskelrelaxantien

Medikamente

Muskelrelaxantien

 

Unter dem Begriff „Muskelrelaxantien“ versteht man Medikamente, die zu einer Entspannung der Muskeln führen. Wir unterscheiden zwischen peripher und zentral wirksamen Muskelrelaxantien.

Periphere Muskelrelaxantien werden hauptsächlich bei Narkosen eingesetzt, nicht jedoch in der Schmerztherapie. Zentral wirkende Muskelrelaxantien wenden wir erfolgreich bei einer auftretenden Spastik (durch das Nervensystem bedingte Muskelkrämpfe z. B. nach einem Schlaganfall oder multipler Sklerose) an, oder bei schmerzhaften Muskelverspannungen, wie sie durch Blockierungen im Bereich der Wirbelsäule, degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule oder auch durch Entzündungen auftreten können. Die Muskelrelaxantien mindern die Muskelverspannung und führen damit zu einer Schmerzlinderung.

Wir verordnen bei diesen Erkrankungen Baclofen oder Tizanidin (vor allem bei Spastik), Chininsulfat (vor allem bei nächtlichen Wadenkrämpfen), Tetrazepam oder Flupirtin (vor allem bei Muskelverspannungen) sowie Tolperison (bei Muskelverspannungen, aber auch bei Spastik).

Auch wenn wir diese Medikamente mit gutem Erfolg zur Behandlung von schmerzhaften Muskelverspannungen oder bei einer Spastik einsetzen, kommt es mitunter zu nachteiligen Nebenwirkungen. So können die oben genannten Medikamente eine starke Müdigkeit bewirken (und die aktive Teilnahme am Straßenverkehr beeinträchtigen); die regelmäßige Einnahme von Tetrazepam kann außerdem zu einer Abhängigkeit führen. Deshalb verordnen wir dieses Medikament jeweils nur über einen kurzen Zeitraum.