Schmerzpraxis Hannover

Polymyalgie

Rheuma

Polymyalgie

 

Die Polymyalgia rheumatica  (oder auch Polymyalgie) ist eine Gefäßentzündung, die mit starken und akuten Schmerzen vor allem der Schulter- aber auch der Beckengürtelmuskulatur einhergeht. Die Ursache der vor allem bei älteren Menschen vorkommenden Erkrankung ist unbekannt, wahrscheinlich handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, also eine Erkrankung, bei der das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift. In etwa der Hälfte der Fälle tritt gleichzeitig eine Entzündung der Schläfenschlagader (Arteriitis temporalis) auf, die bei fehlender Behandlung die Sehkraft bedrohen kann. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer.

Die Erkrankung macht sich vor allem durch einen erheblichen, meist morgendlich betonten Schmerz in der betroffenen Muskulatur bemerkbar. Diese Schmerzen treten fast immer auf beiden Seiten gleichzeitig auf. Verbunden sind diese Schmerzen mit einer allgemeinen Steifigkeit der Muskulatur sowie einem schweren Krankheitsgefühl wie bei einer ausgeprägten Grippe.

Die Diagnose kann unter anderem dadurch gesichert werden, dass eine probeweise Cortisontherapie in hohen Dosen eingeleitet wird. Der Schmerz verschwindet hierunter fast schlagartig.

Um die Krankheit definitiv auszuheilen, bedarf es einer ausschleichenden medikamentösen Therapie mit Cortison über die Dauer von etwa 60 Wochen; ein vorzeitiges Beenden der Therapie kann zu einem deutlich schwereren Wiederaufflammen der Erkrankung führen.

Die Prognose für die Ausheilung der Erkrankung ist sehr gut bei konsequenter Umsetzung der o.g. Voraussetzungen. Bezüglich der Schmerzen ist die Prognose sogar noch besser, da diese wie gesagt meist direkt nach dem Beginn der Therapie mehr oder minder schlagartig verschwinden.