Diese Frage stellen sich viele unserer Patienten, bevor sie erstmalig zu uns kommen.
Weitverbreitete Ansichten hierüber sind
Um die Frage besser beantworten zu können, sollte man sich sinnvollerweise erst einmal folgende Frage stellen:
Die Internationale Gesellschaft zum Studium des Schmerzes ( IASP, International Association for the study of pain ) beantwortet dies so:
Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes– und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potentieller Gewebsschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen beschrieben wird.
Akuter Schmerz ist etwas sehr Sinnvolles; er
Chronischer Schmerz – und meist führt dieser Schmerz die Patienten in unsere Praxis – unterscheidet sich hiervon deutlich, und zwar in folgenden Punkten:
Präzisieren wir daher unsere ursprüngliche Frage „Was ist Schmerz“ auf die Frage „Was ist chronischer Schmerz?“, so finden wir folgende, weiterführende Definitionen:
Chronischer Schmerz ist ein Sammelbegriff für unlustbetonte körperliche und seelische Wahrnehmungen, die bevorzugt dem Körper zugeordnet werden.
Chronischer Schmerz ist vor allem durch eine Vielzahl emotionaler und sozialer Aspekte gekennzeichnet und ist mit einer Änderung im Gesamtverhalten einer Person und ihrer Lebensführung und –qualität sowie einer Veränderung des Weltbildes verbunden.
Daraus wiederum kann man folgern, dass es oft nicht der Schmerz ist, der das Leben unerträglich macht, sondern das Leben, das den Schmerz unerträglich macht!
Nicht zu vergessen ist auch, dass körperlicher Schmerz leichter erträglich erscheint als seelischer!
Zu den Risikofaktoren einer „Schmerzkarriere“, also eines chronischen Weiterbestehens der Schmerzen, gehört es unter anderem auch, wenn
Auch vorbestehende psychosoziale Faktoren wie
können erheblichen Einfluss auf die Entwicklung und den Fortbestand von Schmerzen haben.
Aus dem Gesagten ergeben sich demnach wichtige Konsequenzen für die Schmerztherapie. Für eine erfolgreiche Therapie ist es demzufolge wichtig,
Demzufolge ist es eine Notwendigkeit, dass auch die psychischen und sozialen Begleitkomponenten des Schmerzes in Form eines Schmerzfragebogens erfasst werden und in Form eines vierteljährlichen Verlaufsbogens regelmäßig kontrolliert werden. Auch die Schmerzstärke und –häufigkeit erfordern eine sorgfältige Dokumentation in Form eines Schmerzkalenders. Auf die genannten Instrumente kann unser Schmerzzentrum nur in den allerseltensten Fällen verzichten; Wir bitten Sie daher, diese Instrumente sorgfältig und gewissenhaft zu nutzen, da ohne diese häufig eine sinnvolle Schmerztherapie völlig unmöglich werden kann und unter Umständen auch die Schmerztherapie von uns beendet werden muss!
Die Therapie chronischer Schmerzen erfordert seitens des Therapeuten:
Die Therapie chronischer Schmerzen erfordert seitens des Patienten:
Ein Zitat des chinesischen Philosophen Konfuzius beleuchtet diese Voraussetzungen recht gut:
„Wer sich erinnern kann, ist Herr der Vergangenheit. Aber nur wer sich ändern kann, ist Herr der Zukunft!“
Kontinuität und Konsequenz bedeutet vor allem, Behandlungsstrategien, die gemeinschaftlich als sinnvoll erarbeitet wurden, zunächst einmal konsequent durchzuführen und diese nicht bei ersten Anzeichen von Nebenwirkungen oder nicht sofort erkennbarer Wirksamkeit sofort wieder über Bord zu werfen. Etwaig auftretende Nebenwirkungen sollten daher selbstverständlich dokumentiert und mit dem Arzt oder Therapeuten besprochen werden, aber nicht dazu führen, Medikamente ohne Rücksicht auf Verlust und ohne Rücksprache mit den Behandlern sofort wieder abzusetzen; auch andere Maßnahmen wie Veränderungen der Dosis oder ein anderer Einnahmezeitpunkt könnten beispielsweise zum Erfolg führen.
Eine seriöse Therapie chronischer Schmerzen, wie sie von uns praktiziert wird, ist daher:
Dazu müssen auch folgende Fragen beantwortet werden:
Schmerztherapie ist daher:
Leider gibt es auch sog. therapeutische Fallen:
Die „Säulen (Methoden) der Schmerztherapie“ sehen wir daher vor allem in: